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Selbst das für Unwetter und Platzregen berühmt-berüchtigte Wiesenfest konnte dem sechswöchigen Rekord in punkto
Dauersonnenschein kein Ende setzen: Viel Sonnenschein und entsprechend viele gut gelaunte Gäste bescherten den Siersdorfer Pfadfindern am Samstag und Sonntag ein schönes und gelungenes Wiesenfest. Erst
zum Abbau am Sonntagabend zogen dicke Wolken auf – die ersten Tropfen ließen sich aber Zeit, bis alle Zelte abgebaut und die Planen trocken im Keller verstaut waren. „Glück gehabt – und gut
getimt“, freuten sich die beiden Stammesvorsitzenden Jessica Mevißen und Florian Petry, die sich in diesem Jahr gemeinsam mit der Leiterrunde dazu entschieden hatten, dass Fest wieder an zwei Tagen zu
feiern.
Die positive Resonanz gab ihnen Recht. Besonders großen Andrang gab es bei den Spielständen, mit denen sich vom Wölfling bis
zum Rover alle viel Mühe gegeben hatten. Überall wimmelte es von Kindern, die sich beim Piratenschwammwerfen, Kerzen mit Wasserpistolen ausschießen, beim Klitschklatschspiel und auf der großen
Hüpfburg ausgetobt haben. „Hier ist die ganze Zeit eine große Schlange, wir haben ganz schön viel zu tun“, freute sich Jungpfadfinder Martin Felkel. Der Renner unter den jungen Gästen war aber
die von den Pfadis selbst gebaute Geisterburg: Mehrere Truppstunden und der ganze Freitag waren nötig, um den Gruselparcours im Schwarzzelt fertig zu stellen. Carsten Leese aus der Pfadfinderstufe war
mit dem Ergebnis sehr zufrieden: „Unsere Geisterburg ist toll geworden. Die meisten erschrecken sich, wenn die Nebelmaschine angeht.“
Weniger schaurig war der Beginn des Wiesenfestes: Sich selbst entdecken, Mut haben und etwas wagen, das waren die Themen des
Wortgottesdienstes. Die Geschichte des kleinen Jungen „Kanninich“, der nichts tut, immer schlechte Laune hat und am Ende sein eigenes Spiegelbild nicht mehr sehen kann, zeigte den Besuchern, wie
wichtig es ist, sich selbst etwas zuzutrauen. Geleitet wurde der besinnliche Einstieg in das mittlerweile 32. Pfadfinderfest von Lektorin Anneliese Vater aus Setterich. Sie hatte zur Erinnerung an die
eigenen Ziele und Wünsche für jeden Gottesdienstbesucher einen kleinen Spiegel für die Hosentasche, der die kleinen und großen Pfadfinder auch in den nächsten Wochen immer mal wieder an das
gelungene Fest erinnern wird.
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